Bedeutung finden

in der Hundehaltung - und darüber hinaus.

The moment you interact with it, you turn it into your vision of it rather to see what it really is. It reflects you, just like you reflect it. Neither it nor you show  true selfness when interaction occurs. Every word is a lie, that is not spoken through the intention to lie, but through the attempt to explain the true self. The self can‘t be represented to something else through words, as words in themselves are an interpretation of concepts the self doesn’t fully comprehend. Logic acts as a consequence of being unconnected to the reality of something else.

Connection strains the body. The desire to achieve righteousness through the ideal of connection to every soul leads into the death of body and self, as it returns its contained soul into the void of intuition. Your body limits you, for you to experience connection. Two paths are given to a bodied soul, similar but different in their ways. Mechanical is the body, intertwined with the intuitive soul, they resemble disconnection but engage communication. Only grasping their opposite concepts before separating through death of the machine. Then there is no boundary to the soul but unconsciousness.

Bedeutung

Es beginnt mit der Erkenntnis, das jedes Leben auf der Erde sich seiner Selbst bewusst ist. Eine Frage, die sich die Menschheit seit Jahrtausenden stellt, denn die außerordentliche Fähigkeit des Menschen Muster nicht nur zu erkennen, sondern zu beschreiben, verleitet ihn dazu andere Lebewesen zu bevormunden. Die Kunst mit dem Bewusstsein Realitäten zu schaffen, liegt jedem Lebewesen, somit auch jedem Individuum einer Art, inne. Der Körper bildet den Rahmen innerhalb dem es sich ausdrückt. Hierarchische Denkweisen eröffnen Möglichkeiten eine Kreatur in ihrer Gänze zu bewerten. Bewertung schafft Distanz. Distanz schafft den Raum einen anderen für die eigenen Zwecke zu nutzen. Jemand anderen zu trainieren, um aus ihm etwas zu machen, dass den eigenen Ansprüchen gerecht wird, bedeutet zu verleugnen was der andere bereits ist. So stellt die moderne, trainingsbasierte Hundehaltung lediglich eine Perversion des menschlich-machbaren dar. Es erzeugt den Eindruck, dass der Mensch selbst ein Rahmen für andere ist, in dem sich ein Individuum bewegt. Anders als der Körper ist der Wille zerbrechlich, er ist formbar. In dem Moment, in dem sich die Perspektiven ändern, schwindet das menschliche Verlangen nach Kontrolle über die Vorgänge des Lebens. Hundehaltung ist ein Wille, Hundetraining ist ein Wille. Ein Wille, den die Menschheit vehement durchsetzt. Es erinnert ihn an seine Übermacht die Welt vermeintlich konsequenzlos nach seinen Trieben auszurichten. Dieser Weg des Lebens ist schrecklich einsam, denn er bietet keinen Platz für ein Nebeneinander. So schmal, dass man gezwungen ist hintereinander zu laufen; wer zuerst kommt…

Die Einsamkeit der Menschheit spiegelt sich in jedem einzelnen von uns wider, wenn wir glauben, was wir meinen über die anderen zu wissen. Streben nach Erfolg, wer oben steht, steht dort meist allein. Erfolgreich einen Hund zu trainieren ist das restlose Ausmerzen des hündischen Daseins. Physisch zu zweit, psychisch allein. Was bleibt ist Bedeutungslosigkeit. Der Mensch ist kein Einzelgänger, doch scheint er anzustreben einer zu sein. Er trainiert sich selbst, um aus eigener Kraft, ganz allein, zu schaffen was einst Großfamilien gemeinsam geschaffen haben. So übernimmt er sogar das Leben des Hundes, weil er meint besser zu verstehen, was ein Hund braucht. Denn eine Perspektive, die von seinem Weg der Einsamkeit abweicht, gefährdet den einsamen Erfolg. Anerkennung scheint nur dann wertvoll, wenn sie exklusiv einer einzigen Person gegeben wird. Das Streben nach Mehr ist im Kern nur das Streben danach gesehen zu werden. Von jedem. Dieses Übermaß, dieser Wunsch nach Verbindung, führt zur Selbstaufgabe. Denn ein Jemand, der von allen verstanden werden will, besitzt die Fähigkeit sein Selbst so sehr zu verändern, dass sich keines bilden kann.

Was daraus folgt ist weniger glamourös. Hin und her gerissen, zwischen dem eigenen Selbst und dem der anderen. Unsicherheit. Sich in andere hineinzuversetzen, kostet eigene Lebensenergie, denn andere Perspektiven einzunehmen geht immer mit der Aufgabe einer anderen einher. Viele Menschen sind viele Perspektiven und diese unbändige Vielfalt wirkt nunmehr wie ein Sturm für den Einzelnen. Er reißt Dächer und Straßen mit sich, bis zur Unkenntlichkeit. Zu viel. Es ist zu viel sich zu wünschen jedem einzelnen gerecht zu werden.

Ein „gut trainierter/ausgebildeter/erzogener“ Hund ist nichts als das Streben danach innerhalb der Spielregeln des anderen erfolgreich zu sein, zu übertrumpfen, mit außerordentlichen Ergebnissen, denn nur so wird man in diesem Spiel der Massen tatsächlich gesehen. Was dabei passiert ist eine kollektive Angleichung. Wer der Lösung am ehesten entspricht, erhält den Narzissmus als Methode Selbstzweifel und Arroganz an einen Tisch zu bekommen. Ist das die Bedeutung des Lebens? Ist das, was ein Mensch sich unter dem besten Freund des Menschen vorstellt? Ein weiteres Werkzeug, um seine eigene Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit zu beweisen? Hat der Mensch denn immer noch nicht genug davon sich zur Besinnungslosigkeit zu arbeiten? Immer wieder die Angst davor zu empfinden überboten zu werden, vergessen zu werden und somit wieder bedeutungslos zu sein?

Rechenschaft

Ein Hund, unglaublich komplex, doch keinem Rechenschaft über seine Wünsche schuldig. Wie man einen Hund dazu bringt Dinge zu tun, die er von sich aus nicht täte ist Ausdruck der menschlichen Fähigkeit Muster und Konzepte bis ins Detail zu verstehen und Nutzbar zu machen. Modernes Hundetraining akzeptiert nun nichtmehr die psychologischen Grenzen des Hundes. Es sieht die biologischen Möglichkeiten des Hundes. Der Mensch weiß, wie man die Ausschüttung von Hormonen beeinflusst, gar auslöst, dazu muss der Hund nicht denken. Es braucht den Hund nicht als selbstbewusstes Lebewesen, was nötig ist, ist sein Körper. Es soll sich bei Berührung anfühlen wie ein Hund, es soll aussehen wie ein Hund, aber verhalten soll es sich wie ein Mensch. Wenn man so will, der Vorgänger der künstlichen Intelligenz, die sich ebenfalls nur wie ein Mensch verhalten, aber immernoch unmenschlich genug sein soll, damit wir sie unmenschlich behandeln können. Formbar, um uns zu dienen. Herrlich, solch ein egozentrisches Weltbild. Der Hund soll sich hingeben, für uns. Da ist es kein Wunder, dass so manch eine Beziehung zwischen Hund und Mensch religiöse Auswüchse annimmt. Denn nur Jesus starb so glorreich für die Sünden der anderen, wie der Hund. Dass das Kreuzigen eines Menschen eine Warnung an Freiheitskämpfer und andersdenkende sein sollte, wird nur zu gern verschwiegen. Tue dies, und du endest so wie der nette Mann da oben. Das Framing, welches Jesus in den Köpfen des durchschnittlichen Bürgers genießt ist dem des Hundes sehr nah. Gib dich selbst für andere auf und du wirst geliebt.

Doch stand hinter der Jesusfigur nicht ein Mann, der für sich selbst eingestanden ist. Nicht das Bedürfnis hatte sich gegenüber maßlosen Herrschenden und Kriegstreibern zu rechtfertigen? War er nicht jemand, der verstand sich nicht selbst zu verlieren, nur um die Perspektive eines Schlächters einzunehmen und dennoch kommunikativ zu sein? Und wurde der Hund nicht für das geliebt, was er ist: Kein Mensch? Wieso will der Mensch heute „ums Verrecken“ sein, wie jemand, der materiellen Reichtum über seine eigene Gesundheit und das Leben der gesamten Erde stellt?

Lieber lebt der moderne Mensch ein Leben, in dem er sich aufgrund seiner fehlenden Persönlichkeit niemals in der Position sieht, sich jemals erklären zu müssen. Reibungslosigkeit durch abgestellte Kommunikation. Ja, diese Eintönigkeit tarnt sich als Harmonie, in einer Welt, die Angst vor Tönen hat. Lieber die anderen Töne streichen, die anderen nieder machen, als ein Stück zu schreiben, das Geschichten erzählt. Je unsicherer das Gegenüber, desto leichter ist es ihn zu dem zu machen, was man will. Gleichmachen. Der Hund erklärt sich nicht, doch hält er seinen Standpunkt vehement ein, wenn er wütend in die Leine brettert, wenn er nicht kommt, wenn  man ihn ruft oder, wenn er zu dem geworden ist, wozu der Hundetrainer ihn gemacht hat: eine hormongesteuerte Maschine, die jeden Moment explodiert, wenn man sie nicht bis zur Erschöpfung überarbeitet. Auslastung. Menschengleich. Das Gefühl zu haben jemandem Rechenschaft schuldig zu sein, müsste eigentlich die Frage eröffnen, wieso man sich in eine Situation begeben hat, die nach einer Erklärung der eigenen Existenz verlangt. Braucht der Mensch einen anerkannten, lizensierten Wert, oder darf er leben, weil er geboren wurde?

Wofür Leben?

Leben für Anerkennung und Gleichheit oder doch für sich selbst? Der Hund scheint in erster Linie von sich selbst überzeugt zu sein, bis irgendein Ereignis Anpassung erfordert. Doch passt er sich äußeren Umständen nur so weit an, wie nötig. So wie er am besten damit leben kann. Der Mensch ist extrem. Wie alles andere was er tut, hat er auch aus seiner arteigenen Anpassungsfähigkeit ein Wettbewerb gemacht. Der, der am meisten leidet und trotzdem durchzieht verdient am meisten Respekt. Schmerz ist der sekundäre Verstärker, wie ein Clicker, der zum Weitermachen anfeuert. Zumindest so lange, bis die Sehnen reißen, die Knochen brechen und die Bandscheiben herausquellen, zerstört man sich total, so ist das höchste Maß der Anerkennung erreicht.
Er war immer dabei, hat gearbeitet wie ein Ochse, ihm kann man nichts zu Schulden kommen lassen“ außer seine eigene Dummheit, die ihm ermöglicht hat, bereits mit 40 Jahren des Lebens unfähig zu werden. Anders als der Hund versucht der Mensch in seinem Unsterblichkeitswahn sich so anzupassen, dass er in der Lage ist nicht wahrzunehmen, wenn ihm etwas weh tut. Ein Hund hingegen weiß zu vermeiden, was ihm Schaden zufügt. Er fokussiert sich nicht auf das Leid. Menschen gehen so weit, dass sie sogar den Altersprozess an sich verdrängen. Sie schufen sich ein Ideal von Jugend und spritzen sich ihre zerfallenden Körper in diese Schablone. Da wundert einen nicht, wenn man Gesichter nicht zu ihren Namen zuordnen kann. Ja, dafür lebt ein gut erzogener Mensch.

Sie lieben dieselben Farben, dieselben Frisuren, dieselben Meinungen und dieselben Abschlüsse. Denn in Gemeinschaft zu verdrängen, was diese Gleichmacherei mit dem Rest der Weltbevölkerung anstellt, ist einfacher, als alleine wahnsinnig zu sein. Kollektive Geisteskrankheit, denn sie haben begonnen jeden Menschen, der unter den Auswüchsen dieses Kapitalismus leidet, eine Diagnose zuzuschreiben. ADHS, die wohl größte Fehlannahme der Menschheit; zeigen Menschen mit diagnostizierter ADHS nichts anderes als dieselben Symptome eines Lebens in Gefangenschaft wie jedes andere Tier.

Wofür lebt er also, der Hundehalter? Um sich an den zahlreichen Möglichkeiten sein persönliches Raubtier in ein sicheres, seelenloses Kuscheltier zu verwandeln zu ergötzen, oder um mit diesem Raubtier auf Augenhöhe zu erleben, was die Natur ihm an Vielfältigkeit und Empfindungen gegeben hat?

Auf Augenhöhe

Mit der Natur auf Augenhöhe zu sein bringt einen zurück zur Erkenntnis, dass jedes Leben auf der Erde sich seiner Selbst bewusst ist. Ein Leben, sei es Pflanze, Tier oder Pilz, ist eine Interpretation des Universums, so liegt jedem Leben dasselbe Geheimnis zugrunde.
Die Grenzen, die uns durch die Interpretation des Lebens gesetzt sind, sollen nicht zur Ausbeutung anderer Lebewesen verleiten. Vielmehr verleiten sie zur Kommunikation. Ein Streit ist nur dann ein Streit, wenn verschiedene Perspektiven aufeinandertreffen und sich aufgrund der Missverständnisse zu einer Welle des Unverständnisses aufbauen, um am Ufer des kommunikativen Austausches zum friedlichen Zusammenleben zu führen. Dies schließt gewaltvolle Auseinandersetzungen nicht aus. So wie sich zwei Hunde bis aufs Blut bekämpfen können, steht auch dem Menschen frei sich in einer ausweglos erscheinenden Situation aufzubäumen. Doch Kämpfe, die nicht auf Augenhöhe stattfinden, tragen weiter nur zur Unterdrückung bei. Menschen, die sich willentlich Hingeben wissen nicht zu streiten, denn in einer Gruppe zu streiten bedeutet sich gegen jemand anderen aufzulehnen. Undenkbar in einer Gesellschaft, die Leistung und Gleichheit glorifiziert, Ungehorsam zu zeigen, ein System zu kritisieren.
Deshalb streitet sich auch der Hundehalter nicht mit seinem Hund. Ungehorsam ist unerwünscht. So verliert sich die Kommunikation und wandelt sich zu Lizenzen, die Überlegenheit suggerieren. Nur, wer überlegen ist, hat das Recht zu sprechen, die, die keine Ausbildung nachweisen, sind unwissend und gehören gelenkt. Kommunikation auszuschließen ist der Tod jeder Gesellschaft, jeder Gruppe, jedes Rudels. Es verhindert bedeutende Verbindungen, wenn Menschen ohne Ausbildung keine Meinung haben dürfen. So versucht einer den anderen zu übertreffen, für die Erlaubnis zu sprechen, jemand zu sein. Erlaubte Dominanz durchbricht das natürliche Dominanzverhalten des Menschen.

Was in einem Wolfsrudel zu beobachten ist, der beliebteste Wolf ist der, der den anderen gegenüber am freundlichsten und am resolutesten auftritt, ist beim Menschen längst im Meer der Zertifikate und Beurkundungen verschwunden. Der Mensch belohnt asoziales Verhalten mit Aufmerksamkeit und Anerkennung, während Hunde und Wölfe eine solche Destruktivität als Unruhe identifizieren und bestrafen. Zur Not mit totaler Ausgrenzung. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, das bedeutet auch zu verstehen, warum scheinbar jeder Kollege, jedes Familienmitglied und überhaupt alle sich wie „Arschlöcher“ verhalten und damit zurecht zu kommen.

Menschen, die sozial inkompetent sind, übernehmen Verantwortung für ganze Nationen, weil man sich bereitwillig unterordnet. Ein Papier reicht aus, um jemanden zum Schweigen zu bringen. Es ist überzeugend genug, um jegliches kritisches Hinterfragen im Keim zu ersticken, ist doch ein Studium Beweis genug für Kompetenz. Starre Hierarchien auf Grundlage schleimiger Selbstbeweihräucherung machen Platz für Vergewaltigung, Versklavung und Abschlachtung. Vorbilder, die Gewalt fördern. Dies nimmt auch vor unseren Haushunden keinen Halt. Hunde ohne Selbstbeherrschung, die vernarrt in ihre Ideen die Grenzen anderer übergehen und Menschen, die sich alles gefallen lassen, weil sie die Lizenz zur Kommunikation mit dem Hund nicht besitzen. Als sei der Hund der koksende Vorgesetzte, der durch seine außerordentliche Impulsivität nach der Methode „Dampfwalze“ ein Imperium auf Kosten der Allgemeinheit aufbaut. Ja, nicht zu kommunizieren, den anderen nicht auf den Boden der Tatsachen zu bringen und dies auch nicht für sich selbst zuzulassen ist die Wurzel allen Übels.

Angeleinte Hunde bellen lauter.

Grenzen setzten zu können geht Hand in Hand damit die eigenen Grenzen zu erkennen. Deal with it.

Kontakt:

Telefon | 0162 3404023
E-mail | nicole.schmidt@silvacanum.de
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